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Dienstag, 5. April 2016

Chancen im Leben aus seinen Fehlern zu lernen




Hier eine Geschichte von Dostojewskij über
Chancen im Leben aus seinen Fehlern zu lernen:


Es lebte einmal eine alte Frau, die war sehr, sehr böse und starb. Diese Alte hatte in ihrem Leben keine einzige gute Tat vollbracht. Da kamen dann die Teufel, packten sie und warfen sie in den Feuersee.

Ihr Schutzengel stand da und sann: Kann ich mich denn keiner einzigen guten Tat von ihr erinnern, um sie Gott mitzuteilen? Da fiel ihm etwas ein und er sagte zu Gott: "Sie hat einmal in ihrem Gemüsegärtchen ein Zwiebelchen herausgerissen und es einer Bettlerin geschenkt." Und Gott antwortete ihm: "Dann nimm halt dieses Zwiebelchen und halte es ihr hin in den See, so dass sie es ergreifen kann, und wenn du sie daran aus dem See ziehen kannst, so möge sie ins Paradies eingehen. Wenn aber das Pflänzchen zerreißt, soll sie bleiben, wo sie ist.



Der Engel lief rasch zu der Frau und hielt ihr das Zwiebelchen hin: "Hier, fass an, wir wollen sehen, ob ich dich herausziehen kann!" Und er begann vorsichtig zu ziehen und hatte sie beinah schon herausgezo-gen. Aber da merkten es die anderen Sünder im See, und wie sie das sahen, klammerten sie sich alle an sie, damit man auch sie mit ihr zusammen herauszöge.

Aber die Frau war noch immer böse, sehr böse und stieß sie mit den Füßen zurück und schrie dabei: "Nur mich allein soll man herausziehen und nicht euch, es ist nämlich mein Zwiebelchen und nicht eures!" Kaum hatte sie das gesagt, da riss das Pflänzchen entzwei. Die Frau fiel in den Feuersee zurück und schmort dort noch heute.


Mittwoch, 30. März 2016

Weise Antwort


 


Weise Antwort


Ein bereits äterer Mönch kam zu einem Zen-Meister und sagte:"Ich habe in meinem Leben eine Vielzahl von spirituellen Lehrern aufgesucht und nach und nach immer mehr Vergnügungen aufgegeben, um meine Begierden zu bekämpfen. Ich habe lange Zeit
gefastet, jahrelang mich dem Zölibat unterworfen und mich regelmässig kasteit. Ich habe alles getan, was von mir verlangt wurde, und ich habe wahrhaft gelitten, doch die Erleuchtung wurde mir nicht zuteil. Ich habe alles aufgegeben, jede Gier, jede Freude, jedes Streben fallengelassen.
Was soll ich jetzt noch tun?"

Der Meister erwiderte: "Gib das Leiden auf!"



Dienstag, 23. Februar 2016

Kaum zu glauben, aber wahr...

Kaum zu glauben, aber wahr...


Es war einmal ein Mann, der als einziger ein Schiffsunglück überlebte. Er wurde von den Wellen an der Strand einer einsamen und unbewohnten Jnsel gespült. Immer wieder hielt er Ausschau nach einem Schiff am Horizont. Da aber kein Schiff auftauchte, bauter er für sich und seine wenigen Habseligkeiten eine kleine Hütte aus Holz.

Er fand an den Bäumen und Sträuchern essbare Früchte und eine kleine Quelle in der Nähe, aus der er frisches Wasser bekam.


Eines Tages kam er von einer seiner Rundwanderungen um die Insel zurück und sah schon von weitem, dass seine Hütte in Flammen stand.



Nun hatte er alles verloren.

Vollkommen am Boden zerstört, gab er sich seiner Verzweiflung und seinem Ärger hin. Doch nach kurzer Zeit hörte er ein Geräusch. Es klang wie ein Motor. Er hob den Kopf, wischte sich seine Tränen aus den Augen und schaute sich um. Da kam ein Boot zur Insel!



Der Mann sprang am Strand auf und ab und winkte.

Und wirklich - das Boot kam tatsächlich direkt auf ihn zu.

Voller Freude begrüsste er die Männer: "Woher wusstet Ihr, dass ich hier bin?"

"Wir habe Ihr Rauchsignal gesehen," antwortet einer seiner Retter.


Samstag, 20. Februar 2016

Die drei weisen Alten




Die drei weisen Alten


Es war eines Tages im Frühling, als eine Frau vor ihrem Haus drei alte Männer stehen sah. Sie hatten lange weiße Bärte und sahen aus, als wären sie schon weit herumgekommen.

Obwohl sie die Männer nicht kannte, folgte sie ihrem Impuls, sie zu fragen, ob sie vielleicht hungrig seien und mit hinein kommen wollten.

Da antwortete er eine von ihnen: “Sie sind sehr freundlich, aber es kann nur einer von uns mit Ihnen gehen. Sein Name ist Reichtum” und deutete dabei auf den Alten, der rechts von ihm stand. Dann wies er auf den, der links von ihm stand und sagte: “Sein Name ist Erfolg. Und mein Name ist Liebe. Ihr müsst euch überlegen, wen von uns ihr ins Haus bitten wollt.”

Die Frau ging ins Haus zurück und erzählte ihrem Mann, was sie gerade draußen erlebt hatte. Ihr Mann war hoch erfreut und sagte: “Toll, lass uns doch Reichtum einladen”.

Seine Frau aber widersprach: “Nein, ich denke wir sollten lieber Erfolg einladen.”

Die Tochter aber sagte: “Wäre es nicht schöner, wir würden Liebe einladen?”

“Sie hat Recht”, sagte der Mann. “Geh raus und lade Liebe als unseren Gast ein”. Und auch die Frau nickte und ging zu den Männern.

Draußen sprach sie: “Wer von euch ist Liebe? Bitte kommen Sie rein und seien Sie unser Gast”.

Liebe machte sich auf und ihm folgten die beiden anderen.

Überrascht fragte die Frau Reichtum und Erfolg: “Ich habe nur Liebe eingeladen. Warum wollt Ihr nun auch mitkommen?”

Die alten Männer antworteten im Chor: “Wenn Sie Reichtum oder Erfolg eingeladen hätten, wären die beiden anderen draußen geblieben. Da Sie aber Liebe eingeladen haben, gehen die anderen dorthin, wohin die Liebe geht.”

Verfasser unbekannt

Freitag, 19. Februar 2016

Die Siebensachen





Die Siebensachen


Es war einmal ein Vater. Der schenkte seiner Tochter eine kostbare Tasche. Für deine "Siebensachen," sagte er. Der Vater machte nie viele Worte.
An welche "sieben Sachen" denkst du, fragte die Tochter. 
"Das musst du selbst herausfinden", antwortete der Vater,
„Diese Tasche wird dir Glück bringen, füllst du sie mit den richtigen sieben Sachen!“
Da ging die Tochter des Weges und überlegte, wie die Tasche zu füllen sei.

F r e i h e i t fiel ihr als erstes ein. Freiheit fülle ich ins größte Fach!
Sie packte alle Freiheiten hinein, die sie lockten, die das Leben ihr bot. Eine nach der anderen. Nicht lange
danach verliebte sich die Tochter.
Leichtfüßig ging sie durchs Land. Die sieben Himmel der Glückseligkeit taten sich ihr auf. Und sie sammelte alle Funken der Liebe ein, die ihr entgegen sprühten.

L i e b e dachte sie, kannst du nie genug haben.
Sie füllte sie mit glücklicher Hand in ihre Tasche.

Und dann fiel ihr ein drittes ein:
V e r t r a u e n !
Sie saß auf einem Stein, die Beine hochgezogen und träumte vor sich hin. Ohne Vertrauen -
so dachte sie - geht nichts.
Ohne Vertrauen zerbrechen Freundschaften.
Ohne Vertrauen wachsen Ängste ins Uferlose, verliert die Liebe ihre Farbe.
Auf etwas vertrauen können, an etwas glauben können muss der Mensch. Das gibt ihm Halt zum
Weitergehen.
Sie sprang auf und sortierte Vertrauen in die großen Seitenfächer ihrer Tasche. Nach dem ersten Eifer verlor
die Tochter die Lust, weiter nach den Siebensachen zu suchen. Sie hatte Wichtigeres zu tun. Sie stellte die
Tasche in eine Ecke und hängte sich einen leichten Beutel über die Schulter.
So tauchte sie unter im Getriebe der Tage.
Was auf sie zu kam, kam auf sie zu.
Was verloren ging, ging verloren.
Die Liebe litt Schmerzen.
Die Freiheit nahm Züge von Verlorenheit an.
Sieben Jahre gingen so ins Land.
An einer Wegkreuzung hielt die Tochter an, die Jahre zu überdenken.
Ein Kunterbunt wirbelte durch ihren Kopf.
Sie erinnerte sich an vieles, an Reisen durch die Welt, an Glücksmomente, an Strähnen
der Trauer, an Stillstand und Aufbruch.
Da fiel ihr die Tasche wieder ein.
Sollte sie wieder anfangen zu suchen nach den wichtigen Siebensachen?

W a c h s a m k e i t schoss es der Tochter durch den Kopf.
Wachsamkeit gehört noch in meine Tasche. Ohne Wachsamkeit läuft nichts!

Und an M u t dachte sie. Davon brauche ich ganz viel, sagte sie sich.
Mut gehört für mich zu den wichtigsten Siebensachen. Er ist die Triebfeder zum
Vorwärts kommen!

Auch T o l er a n z legte sie behutsam hinzu. Toleranz, die zulässt
und auffängt. Toleranz, die den Horizont weitet, Toleranz, unter der Verstehen
aufblüht im Grau des Alltags.

Aber - sprach der Vater nicht von „sieben“ Sachen?
Die Tochter hatte erst sechs gesammelt.
Sie überlegte: Freiheit - - Liebe - Vertrauen - Wachsamkeit - Mut -
Toleranz. Die Tasche war schon voll und sehr schwer.
Konnte sie noch mehr aufnehmen?
Waren sechs Dinge nicht genug?
Was könnte zum Glück noch fehlen?
Ein wenig ratlos ging die Tochter ihrem Tun nach.
Sie malte gerne und schnitzte.
Nach sieben Tagen legte sie ihr Schnitzmesser an die Seite.
Vor ihr stand eine Holzfigur. „Hoffnung“ nenne ich dich,
flüsterte sie und stellte die kleine „Hoffnung“ ins Licht ihres Fensters.

H o f f n u n g, ich hab es gefunden, rief die Tochter überglücklich.
Die Hoffnung fehlte noch!
Und sie füllte Hoffnung in die letzten Freiräume und Ritzen der Tasche.
Hoffnung oben drauf als letztes und siebtes der Siebensachen.
Vorsichtig schloss sie nun ihre Tasche.
Und –sie staunte –
beim Hochheben war sie nun federleicht.
Da wusste die Tochter,
dass das Maß stimmte, dass mit der Hoffnung
die Gewichte des Lebens tragbar werden.

(Verfasser unbekannt)



Donnerstag, 18. Februar 2016

Das Problem


Das Problem

Es war einmal ein Problem, das sehr unglücklich und traurig war, weil alle Menschen darüber schimpften und es verfluchten. Dabei fing alles so spannend an…
In der Problementstehungsfabrik hatte man ihm in der Endkontrolle gesagt, dass es eine großartige Bestimmung habe und den Menschen ganz besondere Momente in ihrem Leben bringen würde. Voller Freude und Tatendrang machte sich das Problem daran, die Menschenwelt zu besuchen.
Doch anfangs wollte es niemand beachten – es war noch zu klein, ein kleines Problemchen. Genährt durch das Verdrängen und Wegschieben der Menschen, wuchs es zu einem beachtlichen Problem heran. Jetzt wurde es beachtet, allerdings zog es auch schon den ersten Missmut auf sich. Und weiterhin weit und breit keine Sicht nach besonderen Momenten, wie man es ihm vor einer Ewigkeit versprach.
Es wuchs weiter und wurde größer und größer. Die Beschimpfungen der Menschen schlugen um in Resignation.
Bis eines Tages das Korsett der Resignation gesprengt wurde und ein junger Mann mit seinem Sohn das Problem betrachteten. „Das wird keine leichte Aufgabe.“, sagte der Mann zu seinem Sohn. „Da haben wir ja ein richtiges Problem, Paps, oder?“
„Lass dich davon nicht einschüchtern, mein Sohn. Ein Problem ist nichts weiter als eine Herausforderung, eine Aufgabe, die es zu lösen gilt – mehr nicht. Eine Hürde, die wir gemeinsam überspringen werden. Vielleicht müssen wir hierfür neue Sichtweisen und Standpunkte einnehmen, uns weiter entwickeln. Auf alle Fälle ist ein Problem für uns da.“
„Wie kann etwas für uns sein, wenn wir Schwierigkeiten damit haben?“
„Weil wir daran wachsen werden, mein Sohn. Und nachdem wir es bewältigt haben, werden wir anderen Menschen helfen können, wie sie solch ein Problem lösen können.“
Das Problem lauschte aus dem Hintergrund gespannt und freute sich darauf, dass nun endlich jemand den Mut fasste und sich seiner annahm.
„Weshalb bist du dir so sicher, Paps?“
„Wenn ein Problem gegen uns wäre, müsste es Contrablem heißen – tut es aber nicht.“, zwinkerte er seinem Sohn zu.
Und das Problem verstand nun, welche besonderen Momente es den Menschen brachte. Kleine Probleme versprachen kleine Entwicklungsschritte, große Probleme hingegen gingen einher mit großen Entwicklungen – und unser Problem hier war schon verdammt groß.

(Autor:Mario A. Brakenwagen)


Dienstag, 2. Februar 2016

Es kommt allein auf Deine Einstellung an!



Es kommt allein auf Deine Einstellung an! 


Einst kam ein Mann zu einem weisen Ratgeber und beklagte sich darüber, dass das Leben ihn immer wieder vor schwierige Aufgaben stellte, die ihn daran hinderten, froh und glücklich zu sein. 

Der Weise füllte drei Töpfe mit Wasser, stellte sie auf den Herd und erhitzte das Wasser. In den ersten Topf legte er eine Kartoffel, in den zweiten Eier und in den dritten Kaffeebohnen. Nach einiger Zeit schüttete er die Kartoffeln in eine Schüssel, legte die Eier auf einen Teller und goß den Kaffee in eine Tasse.
„Was soll das“? fragte der Mann.

Der Weise antwortete: „Die Kartoffeln, die Eier und der Kaffee waren alle dem gleichen Einfluss, dem heißen Wasser, ausgesetzt. Alle Drei haben jedoch unterschiedlich darauf reagiert: Die Kartoffeln waren erst hart, danach weich. Die Eier waren erst zerbrechlich und innen weich, danach waren sie innen hart. Die Kaffeebohnen haben sich aufgelöst und das Wasser in Kaffee verwandelt“. 

So liegt es auch an Dir, welche Einstellung Du zu Deinem Leben hast.
Bist Du eine Kartoffel, die stark zu sein scheint, wenn sie jedoch mit Problemen in Berührung kommt, weich wird und ihre Stärke verliert? 

Bist Du ein Ei mit einem weichen Herz, das versteinert und hart wird, wenn Du auf Probleme stößt? 

Oder bist Du eine Kaffeebohne, die das heiße Wasser in Kaffee verwandelt, d.h. das Problem als Chance sieht, etwas Neues daraus entstehen zu lassen“?


Unbekannter Autor 

Samstag, 30. Januar 2016

Die Echo Geschichte


 


Die Echo Geschichte

Vater und Sohn sind in den Bergen unterwegs. Plötzlich fällt der Sohn hin, schlägt sich das Knie auf und schreit: "Aaahhh!!"

Zu seiner Überraschung hört er eine Stimme irgendwo in den Bergen, die schreit auch: ‚Aaahhh!!’ Neugierig ruft er: ‚Wer bist du?’, und erhält zur Antwort: ‚Wer bist du?’ Dann schreit er in die Berge: ‚Ich bewundere dich!’ Die Stimme antwortet: ‚Ich bewundere dich!’ Verärgert schreit der Junge: ‚Du Depp!’, und erhält zur Antwort: ‚Du Depp!

Er sieht zum Vater hinüber und fragt: ‚Was ist das?’ Der Vater lächelt: ‚Geduld, mein Junge.’ Und nun ruft der Mann: ‚Du bist der Größte!’ Die Stimme antwortet: ‚Du bist der Größte!’ Der Junge ist überrascht, versteht aber immer noch nicht. Da erklärt der Vater:

Die Menschen nennen es Echo, aber in Wirklichkeit ist es das Leben. Es gibt dir alles zurück, was du sagst oder tust. Unser Leben ist der Spiegel unseres Handelns. Wenn du dir mehr Liebe in der Welt wünscht, dann sorge für mehr Liebe in deinem Herzen. Wenn du mehr Kompetenz in deinem Team willst, dann lerne selbst weiter. Das gilt für alles, für jeden Bereich des Lebens. Das Leben gibt dir alles zurück, was du ihm gegeben hast.
Dein Leben ist kein Zufall. 
Es ist ein Spiegelbild."

-gefunden im Internet_


Montag, 25. Januar 2016

Lebensweisheit in der Geschichte vom Aufstand der Organe

Lebensweisheit
in der Geschichte vom Aufstand der Organe


Eines Tages hatten es die Organe und Körperteile satt,
für den Magen die Nahrung zu beschaffen.

Sie beklagten sich darüber, dass der Magen nichts für sie tat.
Sie beschlossen, den Magen nicht mehr mit Nahrung zu versorgen.
Dadurch wollten sie ihn zwingen, selbst tätig zu werden.

Die Hände führten kein Essen mehr in den Mund,
die Zähne kauten nicht mehr.

Doch der Magen tat nichts, um Nahrung zu beschaffen.
Und so wurde der Körper immer schwächer und drohte zu verhungern.
Also nahmen die Organe und Körperteile ihre Arbeit wieder auf.

Die darin enthaltene Lebensweisheit

Wenn wir anderen etwas Gutes tun,
dann tun wir uns selbst auch etwas Gutes

Wenn wir anderen helfen, dann helfen wir uns auch selbst.

Auch das Gegenteil ist der Fall:
Wenn wir anderen schaden, dann schaden wir auch uns.

(gefunden im Internet)


Samstag, 23. Januar 2016

Ein kleiner Wassertropfen!!


Ein kleiner Wassertropfen!!


Ein kleiner Wassertropfen tummelte sich mit unzähligen anderen Tropfen im Atlantischen Ozean.
Er fühlte sich unsagbar wohl und glücklich und stahlte und lachte den ganzen Tag. Nachts ließ er sich mit seinen lieben Freunden vom Wind in einen Schlummer wiegen, aus dem der eine oder andere immer wieder erwachte und sich voller Freude umschaute, um dann wieder glücklich weiter zu schlummern.
So ging das Tagein und Tagaus und für die vielen Tropfen gab es weder Zeit noch Ungeduld und schon gar nicht den Wunsch jemals etwas anderes zu tun. Unser kleiner Wassertropfen hüpfte und sprang mal hier hin und mal dort hin und fühlte sich im großen Ozean heimelig und aufgehoben.
Niemals kam er auf die Idee, das sich hieran jemals etwas ändern könnte.
Doch dann an einem Nachmittag, der so fröhlich und ausgelassen mit Spielen und wildem, lustigen Geplätscher begonnen hatte, wurde es plötzlich richtig merkwürdig. Der kleine Tropfen fühlte ein seltsames Ziehen und Zerren und schaute nach seinen Freunde, ob es denen wohl auch so erging.
Er sah, das viele versuchten sich aneinander fest zu halten und irgendwie war alles in einem großen Durcheinander.
Da, mit einem großen Ruck zog es ihn nach oben und ehe er sich versah, wußte er überhaupt nicht mehr, was denn hier eigentlich los war. Er fand sich in einer großen Wolke wieder, die ständig weiter wuchs und in der er und viele andere Wassertropfen hin und her geschleudert wurden.
Das ging eine ganz Weile so, dann hörte er plötzlich ein Grollen und um ihn herum erklangen seltsame Geräusche und angstvolles Rauschen. Schlagartig wurde ihm klar, er war gefangen in einer großen Gewitterwolke und würde jetzt als Regentropfen enden. Er versuchte verzweifelt sich zu wehren, aber er hatt nicht genügen Kraft um dem Druck und Sog zu widerstehen.
Traurig ergab er sich in sein Schicksal. 
Lange Zeit zog die Wolke über den Ozean bis sie eine enorme Größe und Dichte angenommen hatte. Jetzt war sie schon über einem Land und machte sich bereit, ihre schwere Last loszuwerden.
Der kleine Regentropfen hing nur noch traurig unter vielen anderen Regentropfen und konnte sich nicht mehr freuen. Ja inzwischen hatte er vergessen, wie es war, wenn man glücklich ist.
Dann schupste ihn irgendwas. Da, noch einmal und nochmal und immer heftiger. Voller Schreck bemerkte er, das er aus der Wolke fiel und dann klaschte er auch schon auf harten Boden.
Ganz benommen schaute er sich um und entdeckte etwas, von dem er zwar schon gehört hatte, es aber noch niemals wirklich sehen konnte: Land, Erde. Panik ergriff ihn, denn er wußte, nun würde er im Boden versinken und von einer Pflanze oder sonst etwas Unbekannten verschlungen werden.
Der kleine Regentropfen war wie gelähmt, er wollte nicht verschwinden und aufhören zu existieren , er wollte wieder voller Freude und Glück mit seinen lieben Freunden im Ozean für immer und ewig zusammen sein. 
Eine ungeheure Sehnsucht packte ihn und er begann, sich so schnell es ihm möglich war, zum nächsten und dann zum übernächsten Regentropfen hin zu bewegen. Kommt liebe Freunde, kommt, wir wollen wieder heim. Kommt mit, wir müssen ganz viele sein, damit wir einen Bach und dann einen Fluß bilden können und dann fließen wir alle ins Meer. Kommt Freunde, beeilt euch.
Er tat etwas, wovon er niemals zuvor eine Ahnung hatte, er folgte einer vergrabenen Erinnerung irgendwo in seinem Inneren. Er hüpfte und sprang von einem zum anderen und jetzt waren es schon ganz viele Regentropfen. Aus einem kleinen Rinnsal wurde ein Bach und noch immer sammelte der Regentropfen noch viele viele Tropfen. Die Freude begann wieder zu wachsen und mit ihr wuchs auch die Erinnerung und mit dieser die Gewißheit ~~ wir kommen alle wieder heim. Jetzt waren sie ein Fluß und dann ein Strom und das Meer rückte immer näher. Aus Millionen und aber Millionen Regentropfen wurden Wassertropfen, die sich jetzt in diesem Moment in den großen Ozean ergossen.
Ein Jubeln und ein Tanzen, ein Plätschern und ein Springen, ein Umarmen und ein Verschmelzen, alles gleichzeitig uns alles Eins. 
Der kleine Tropfen war wieder zu Hause. Und bald hatte er sein Abenteuer wieder vergessen, denn er liebte das Meer und er war nur noch glücklich.

Copyright: Barbara-Ann Speda

Dienstag, 29. September 2015

Der Apfelbaum


Der Apfelbaum

Ein Mann hatte vier Söhne.
Er wollte ihnen etwas wichtiges und wertvolles mit auf den Weg geben.
Sie sollten lernen, Dinge nicht vorschnell zu beurteilen.
So schickte er die vier zu einem weit entfernten Apfelbaum.

Der erste Sohn machte sich im Winter auf die Suche nach dem Baum,
der zweite im Frühling, der dritte im Sommer und der jüngste Sohn im Herbst.

Nachdem alle vier wieder zurückgekehrt waren,
rief er sie zusammen, damit sie ihm erzählen konnten,
was sie alles gesehen und erlebt hatten.

Der erste Sohn begann und sagte:
„Der Baum war kahl, verdreht und verkrüppelt.“

Der zweite Sohn erzählte,
dass der Baum mit vielen Knospen bedeckt
und voller Verheißung war.

Der dritte Sohn berichtete,
dass der Baum mit süß riechenden Blüten
überladen war und so herrlich ausgesehen hatte.

Der vierte Sohn
beschrieb einen Baum mit vielen reifen Früchten,
voller Leben und Erfüllung.

Der Mann erklärte seinen Söhnen, dass sie alle Recht hätten,
denn jeder hatte nur eine Jahreszeit im Leben des Baumes gesehen.

Er fuhr fort, dass man weder einen Baum,
noch ein Menschenleben,
nach nur einem Abschnitt beurteilen kann.

Erst am Ende,
wenn Du alle „Jahreszeiten“ gesehen und gelebt hast,
kannst Du dies tun.

Wenn Du im Winter aufgibst,
wirst Du die Versprechen des Frühlings,
die Schönheit des Sommers und
die Erfüllung des Herbstes nicht erleben und nie erfahren.

Und die Moral

Lass’ nicht zu, das Sorgen, Kummer und Schmerz Dir die Freude an deinem Leben nehmen.
Beurteile das Leben nicht nur nach einer schwierigen Phase,
denn Freude und Sonnenschein kehren immer wieder zu Dir zurück.

Strebe nach Wahrheit und Weisheit,
bevor Du Dich für immer verabschieden musst.

Lebe bescheiden, liebe selbstlos,
sei achtsam und rede gütig.
Den Rest überlasse Gott.

Träume nicht Dein Leben,
lebe Deine Träume.

Autor unbekannt


Samstag, 26. September 2015

Seesterne



Seesterne



Ein Mann ging an einem Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen Jungen. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Junge sich fortwährend hinunter beugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean. Als der Mann näher kan, sah er, dass der junge Seesterne aufhob, die an Land gespült worden waren, und - einen nach dem anderen - warf er sie ins Wasser zurück.

Der Mann war verblüfft. Er ging zu dem Jungen und fragte: "Was tust du da?"
"Ich werfe die Seesterne zurück ins Meer. Nach dem Sturm sind alle diese Seesterne ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurückwerfe, werden sie alle sterben."
"Ich verstehe", erwiderte der Mann, "aber es muss an diesem Strand tausende von Seesternen geben. Du kannst unmöglich alle retten, es gibt einfach zu viele. Du machst dir die Mühe umsonst, es ist sinnlos, du kannst nichts daran ändern"

Der Junge lächelte, beugte sich hinunter und hob einen weiteren Seestern auf.
Als er ihn ins Meer zurückwarf erwiderte er:

"Für ihn hat sich etwas verändert."



(gefunden im Internet)

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Mittwoch, 23. September 2015

Die Spinne


Die Spinne




Es war einmal eine Spinne. Sie lebte in ihrem Netz herrlich und in Freuden. Alles war gut, bis sie einer Einladung zu einem gelehrten Vortrag bei einer Spinnenversammlung folgte. Aufmerksam hörte sie zu, bis der Redner sagte: "Die Welt ist anders geworden. Ihr müßt euch anpassen und mit Altem aufhören. Und vor allen Dingen müßt ihr rationalisieren!"



Der Vorwurf, rückständig zu sein, machte die Spinne unruhig. Als sie nach Hause kam, sah sie sich sofort ihr ganzes Netz an. Aber kein Faden war überflüssig. Jeder schien für ihre Arbeit dringend notwendig. Sie entdeckte kein Loch im Netz.


Die Spinne war ganz verzweifelt und wurde vor Angst fast krank. Schließlich aber fand sie einen Faden, der gerade nach oben lief. In diesem Faden hatte sich noch nie eine Fliege gefangen. Er war also unrationell. Weg damit! Die Spinne biß den scheinbar unnützen Faden ab - und das Netz fiel in sich zusammen. Es war der Faden, an dem das ganze Netz aufgehängt war.

Haben Menschen uns nicht auch schon erzählt: "Ohne Gott geht alles besser". "Wir brauchen Gott nicht!"? Aber von diesem Faden hängt alles ab. Ohne ihn fällt unser Leben zusammen.

Verfasser unbekannt


Sonntag, 20. September 2015

Die Stadt der Blinden

 

Die Stadt der Blinden 



Es gab mal eine Stadt weit hinter Ghor, in der nur Blinde wohnten. Eines Tages kam der König in diese Stadt und zu seinem Gefolge gehörte auch ein Elefant. 

Elefant

Als die Blinden davon hörten, waren sie natürlich begierig darauf, dieses Tier kennenzulernen, denn noch nie zuvor hatte es in ihrer Stadt einen Elefanten gegeben. In Scharen strömten sie auf den Platz, wo der König sein Lager aufgeschlagen hatte. Und da sie keine Vorstellung hatten, was denn nun ein Elefant war, versuchten sie sein Gestalt zu ertasten, denn sie waren ja blind. Sie umringten ihn also, und jeder betastete den Teil des Tieres, der in seiner Reichweite lag. 


Als sie dann zu ihren Mitbürgern zurückkehrten, wollten diese von ihnen wissen, um was für ein wunderliches Geschöpf es sich dabei handelte und welcher Art von Gestalt es denn nun sei. Danach befragt, berichtete ein Mann, der nur das Ohr des Elefanten befühlt hatte: "Es ist ein großes lappiges Etwas von rauher Oberfläche, breit und hoch wie eine Decke!" 
Doch der, der am Rüssel gestanden hatte, widersprach ihm: "Nein, nein, ich weiß, was es ist, nämlich eine lange hohle Röhre, furchterregend und gefährlich."
Nun lachte der Mann, der Fuß und Beine abgetastet hatte: "Nichts an ihm ist lang und hohl! Er ist mächtig und fest wie eine Säule!"
So hatte ein jeder nur einen Teil des Ganzen erfaßt und daraus seinen Rückschluß auf die wahre Gestalt und Größe dieses Elefanten geschlossen. Alles war richtig und zugleich doch völlig falsch.

-Gefunden im Internet_

Mittwoch, 9. September 2015

Die 4 Lektionen




Die 4 Lektionen


Nimm Dir etwas Zeit und lese in Ruhe diese Worte….
Dann denke darüber nach und Du wirst vieles verstehen.


Lektion 1.

Nach einigen Monaten im letzten Studentenjahr gab uns der Professor einen Test.
Wir haben alle Fragen richtig beantwortet, bis wir zur letzten kamen:
„Wie heißt die Putzfrau mit Vornamen die unseren Teil der Uni putzt?“
Ich habe alle Fragen beantwortet, aber nicht die Letzte.
Ein anderer Student fragte ob auch diese letzte Frage benotet werde.
„Selbstverständlich“- sagte der Professor.
„Im Leben werdet ihr viele Personen treffen. Alle sind wichtig.
Sie verdienen Eure Aufmerksamkeit, wenn auch nur durch eine einfache Begrüßung.“
Ich habe diese Lektion niemals vergessen und von diesem Tag an wusste ich dass unsere Putzfrau Maria heißt.


Lektion 2.

In einer regnerischen Nacht bleibt eine alte Frau mit ihrem Auto mitten auf der Straße stehen, es ging kaputt. Sie versuchte verzweifelt anderen vorbeifahrenden Autos Zeichen zu machen  um ihr behilflich zu sein. Ein junger Mann blieb stehen, half ihr das Auto in die nächste Werkstatt
zu bringen und rief ihr ein Taxi.
Die alte Frau, obwohl sehr in Eile, fragte nach seiner Adresse.
Nach 7 Tagen klingelte jemand an der Tür des jungen Mannes.
Überrascht nahm er ein großes Paket in Empfang. Als er es öffnete war ein Farbfernseher drinnen und ein Zettel auf dem stand:
„Ich danke Dir von Herzen dass du mir geholfen hast. Mit deiner Hilfe ist es mir gelungen rechtzeitig ins Krankenhaus zu kommen um in den letzten Stunden seines Lebens bei meinem Mann zu sein. Gott möge dich beschützen.“



Lektion 3.

Ein kleiner Junge kommt in ein Cafe und setzt sich an einen Tisch. Die Kellnerin bringt ihm ein Glas Wasser und fragt nach was er wünsche.
„Wie viel kostet ein Stück Torte“?
„4 Euro“, sagt die Kellnerin.
Der Junge holt einige Münzen aus seiner Tasche und beginnt zu zählen.
„Gut, wie viel kostet ein einfaches Stück Kuchen?“
Da auch andere Kunden im Cafe waren, antwortete die Kellnerin bereits gereizt: „3 Euro“.
Dann sagte der Junge: „Gut, dann nehme ich gerne einen einfachen Kuchen.“
Die Kellnerin brachte ihm den Kuchen und die Rechnung. Der Junge aß in Ruhe den Kuchen, zahlte an der Kasse und ging.
Als die Kellnerin den Tisch sauber machen wollte….bekam sie vor Rührung Tränen in die Augen; denn auf dem Tisch lag 1 Euro für Sie!
Der Junge begnügte sich mit einem einfachen Stück Kuchen, um ihr Trinkgeld zu lassen!




Lektion 4

Ein König befahl man möge einen großen Stein inmitten des Weges legen.
Danach versteckte er sich, um zu sehen ob jemand den Mut habe den Stein auf die Seite zu heben.
Viele Reiche und Geschäftsleute kamen dort vorbei, und obwohl sie über den König schimpften, er könne die Straßen nicht sauber halten, versuchte keiner den Stein aus dem Wege zu räumen.
Irgendwann kam ein armer Bauer mit einem Sack Kartoffeln auf dem Rücken, vorbei.
Er stellte den Sack ab und versuchte den Stein wegzuheben.
Mit aller Kraft gelang ihm das auch und er sah unter dem Stein eine Tasche liegen.
Er öffnete die Tasche und sie war voll mit Goldtaler. Bei den Goldtaler lag auch ein Zettel auf dem stand, dass alles demjenigen gehöre der die Tasche findet.
Und der Bauer lernte eine Sache: 
„Jedes Hindernis das sich uns in den Weg stellt, ist eine Chance unsere eigene Existenz zu verbessern“

(gefunden im Internet)